Nebenwirkungen von Kurkuma

Seit über 5000 Jahren wird Kurkuma, auch Gelbwurz genannt,  bereits in Asien benutzt. In Europa ist das vielseitig eingesetzte Gewürz und Heilmittel bereits seit circa 50 Jahren im Einsatz und wird seither ebenfalls erforscht. Doch wie fast alle Heilmittel, kann es bei Kurkuma auch zu Nebenwirkungen kommen, die wir im folgenden Artikel für dich zusammengefasst haben. Vorweg das Wichtigste, dass du über Kurkuma wissen solltest:

  • Weltweit wird Kurkuma, welches zu den Ingwergewächsen gehört, sowohl als Heilmittel, als auch als Gewürz eingesetzt.
  • Als Gewürz hat es einen leicht scharfen und etwas bitteren Geschmack und ist eines der Hauptbestandteile einer Curry – Gewürzmischung.

Bei zu hoher Dosierung kann es zu Nebenwirkungen wie Durchfall oder Magenschmerzen kommen. Im Vergleich zu den positiven Eigenschaften, fallen die negativen aber eher gering aus.

Wann können Nebenwirkungen bei der Einnahme von Kurkuma auftreten?

Meist sind Nebenwirkungen durch Kurkuma mit einer dauerhaften Überdosierung des Gewürzes oder Heilmittels verbunden. Nimmst du frischen Kurkuma entsprechend der Empfehlungen von Experten ein, sollten in der Regel keine Nebenwirkungen auftreten. Bei Kurkuma in Kapselform ist darauf zu achten, dass du dich ebenfalls an die empfohlene Menge hältst.

Um Nebenwirkungen zu vermeiden, sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

Ab welcher Dosis wird Kurkuma ungesund?

Leider ist sich die Wissenschaft in diesem Punkt nicht ganz einig. Oft werden Werte in Verbindung mit Beschwerden angegeben. Dabei gilt, dass eine Tagesdosis von maximal 3 Gramm nicht überschritten werden sollte.

 Ansonsten gilt:

Einnahmequelle

Gewicht in Gramm

Kurkuma Wurzel

1,5 bis 3 g pro Tag

Pulverform

1 bis 3 g pro Tag

Kurkuma-Kapseln

1,2 bis 1,8 g pro Tag 


Wenn die tägliche Einnahme von Kurkuma zwischen 8 und 12 g pro Tag liegt, spricht man definitiv von einer Überdosierung. Wird diese Menge über einen längeren Zeitraum eingenommen, könnte es zu Nebenwirkungen kommen. Treten diese auf, sollte die Kurkuma – Zufuhr unbedingt pausieren und im Anschluss verringert werden. Nebenwirkungen können dann Magen – Darm – Probleme, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Magenschmerzen sein, die unten intensiver aufgeführt sind. Überschreitest du die empfohlene Tagesdosis nicht, musst du dir in der Regel keine Sorgen machen.

Diese Nebenwirkungen kann Kurkuma besitzen

Bei falscher Dosierung können die folgenden Nebenwirkungen auftreten:

  • Durchfall: Wird Kurkuma zu hoch dosiert, kann es auch bei einem standhaften Magen zu Durchfall kommen. Hast du eh schon einen empfindlichen Magen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, Durchfall zu bekommen, wenn du sehr viel Kurkuma zu dir genommen hast.
  • Sodbrennen: Die angebliche Nebenwirkung Sodbrennen durch Kurkuma, gibt es normalerweise nicht. Ganz im Gegenteil: Kurkuma kann gegen Sodbrennen. Bei Überdosierung allerdings kann es Sodbrennen hervorrufen.
  • Nebenwirkungen für die Galle: Durch Kurkuma kann der Gallenfluss angeregt werden. Das ist jedoch auch keineswegs schlecht, da einige Krankheiten und Beschwerden auf zu wenig Gallenflüssigkeit zurückzuführen sind.
  • Nebenwirkungen auf der Haut: Die Kurkumawurzel verfügt über eine sehr intensive gelbe Farbe, die man beim Herstellen oder Verwenden von Kurkuma – Pulver längere Zeit auf der Haut sehen kann. Falls das unerwünscht ist, solltest du beim Verwenden der Wurzel Handschuhe tragen. Nach mehrfachem Händewaschen ist die Farbe allerdings auch wieder verschwunden.

Weitere Nebenwirkungen, insbesondere bei empfindlichen Schleimhäuten und bei zu hoher Dosis, gestalten sich folgendermaßen:

  • Magenkrämpfe
  • Übelkeit
  • Magenschmerzen

Wer sollte besser auf Kurkuma verzichten?

Folgende Personengruppen sollten generell besser auf Kurkuma verzichten:

Babys und Kleinkinder

Sie haben noch einen sehr empfindlichen Magen und sollten generell nicht mit (scharfen) Gewürzen gefüttert werden. Dazu zählt ebenfalls Curry – Pulver, welches zu einem Großteil aus Kurkuma besteht. Wenn Kinder älter werden und an mehrere Speisen gewöhnt sind, gilt ein langsames Einführen (scharfer) Gewürze.

Schwangere oder stillende Mütter

Da dieses Feld bezüglich der Einnahme von Kurkuma noch nicht ausreichend erforscht ist, sollte lieber davon abgesehen werden, Kurkuma in dieser Situation zu sich zu nehmen.

Menschen mit akuter Leber - oder Gallenerkrankung

Ebenso sollte bei akuten Leber- oder Gallenbeschwerden auf Kurkuma verzichtet werden, da dieser Bereich ebenso unzureichend erforscht ist.

Diabetiker

Curcumin, eine Chemikalie im Kurkuma, kann den Blutzucker senken. Deshalb sollten ebenfalls Diabetiker auf die Einnahme von Kurkuma verzichten.

Alternativ gibt es zahlreiche Lebensmittel, die zu den Superfoods gehören, die bedenkenlos eingenommen werden können, auch wenn du zu einem der oben genannten Personenkreise gehörst.

Gibt es auch Wechselwirkungen?

Kurkuma (meist in Kapselform) in Verbindung mit Aspirin, kann zu verstärkten Blutungen, beispielsweise während der Periode, bei Nasenbluten oder einer Schnittwunde, führen. Ebenso können diese Merkmale bei Kurkuma in Verbindung mit Blutverdünnern auftreten.

Das Fazit - Die Dosis macht das Gift

Die positive Wirkung von Kurkuma ist unbestritten. Dennoch sollte man die Nebenwirkungen, die durch zu viel Kurkuma entstehen können, nicht außer Acht lassen. Wie bei so vielen Dingen ist die Dosis entscheidend! Falls du dir unsicher bist, wie viel Kurkuma richtig für dich ist, setze dich lieber mit einem Experten und / oder Arzt in Verbindung. Vor allem, wenn du an oben genannten Beschwerden leidest, schwanger bist oder stillst, denn deine Gesundheit geht vor.

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