Kurkuma für Hunde – Das solltest du wissen

Immer mehr Menschen achten heute auf eine gesunde Ernährung und setzen auch bei Beschwerden lieber auf alternative natürliche Substanzen, anstatt gleich zur chemischen Keule zu greifen. Das bewirkt unter anderem, dass sich auch vermehrt verantwortungsbewusste Hundehalter ähnlich verhalten, wenn es um die Krankheiten ihrer geliebten Haustiere geht. 

Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele von ihnen bereits entdeckt haben, dass gelegentlich die eine oder andere natürliche Heilpflanze nicht nur beim Menschen wirkt, sondern auch bei Hunden positive Effekte auf deren Gesundheit ausüben kann.

Leider kommt es auch bei Hunden ausgelöst durch minderwertiges Futter, Überzüchtung und Umweltbelastungen immer häufiger zu Erkrankungen wie:

  • Allergien
  • chronische Darmentzündungen
  • Diabetes
  • Arthrose
  • Krebs


Und so ist mancher Hundehalter froh, wenn er seinem vierbeinigen Freund auf natürliche Art und Weise das Leben etwas erleichtern kann. So nutzen sie gerne die Kraft der Kurkuma Pflanze, welche bereits seit Jahrhunderten in der ayurvedischen Heillehre erfolgreich eingesetzt wird und auch beim Menschen viele positive Wirkungen aufweist und daher gerade in der heutigen Zeit als modernes natürliches Superfood eine Art Revival erlebt.

Kurkuma für Kranke Hunde

Wie wirkt Kurkuma beim Hund

Seit den neunziger Jahren sind Wissenschaftler dabei, die Heilkraft der Kurkuma Pflanze zu untersuchen. Dabei wurde entdeckt, dass das gelbe Gewürz nicht nur beim Menschen vielerlei positive Effekte aufweist wie:

  • entzündungshemmend
  • schmerzstillend
  • krebshemmend

Beim Hund kann es unterstützend eingesetzt werden für:

  • Gleichgewicht im Verdauungstrakt
  • gesundes Immunsystem
  • Gesundheit von Haut und Augen 
  • Schutz gegen freie Radikale
  • ausgewogenen Cholesterin- und Blutzuckerspiegel
  • gesunde Gelenke
  • gute Leberfunktion und Entgiftung des Körpers

Bei diesen Erkrankungen kann Kurkuma behelfen

Der Hauptwirkstoffe des Kurkuma Gewürz ist Curcumin. Er sorgt nicht nur für die gelbe Färbung der Knolle, sondern auch für deren effektive Wirkungsweise in Verbindung mit allerlei Beschwerden sowohl beim Menschen als auch beim Hund.

Curcumin wird im Wurzelstock der Pflanze gebildet, um diese vor Bakterien und anderen Krankheitserregern sowie Fressfeinden zu schützen. In zahlreichen Studien wurde die medizinische Wirkung von Curcumin bereits bestätigt, sodass man es bei folgenden Krankheiten anwenden kann:

  • Arthrose
  • Allergien
  • Lebererkrankungen
  • Darmentzündungen
  • Diabetes
  • verschiedene Krebsarten

Curcumin als Anti-Krebs-Wirkung

Curcumin ist nicht nur in der Lage, das Immunsystem zu stärken, weshalb es bei der Krebstherapie gut eingesetzt werden kann. Es ist außerdem fähig, die Mutation vorbelasteter Zellen hin zum Krebs zu verhindern sowie  die Metastasierung von vorhandenem Krebs zu unterbinden. Diese Effekte wurde in einer Studie an der Ludwig-Maximilian-Universität in München nachgewiesen. Und auch an der University of Texas konnte man belegen, dass Curcumin krebshemmende Wirkungen hat.

Positive Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt

Futtermittelallergien und Unverträglichkeiten führen seit Jahren zu den unterschiedlichsten Beschwerden bei Hunden in Bezug auf den Verdauungstrakt. So leiden Hunde dauerhaft unter:

  • Übersäuerungen
  • Durchfällen
  • Erbrechen
  • Verstopfungen
  • Zusammenbruch der natürlichen Darmflora
  • Schwächung Immunsystem

Kurkuma eignet sich hier besonders gut, um ein gesundes Gleichgewicht bei der Bildung von Magen- und Gallensäfte zu bewirken. Außerdem hat das Gewürz einen positiven Einfluss auf die Darmflora und stärkt somit auch das Immunsystem.

Bei erhöhtem Cholesterinspiegel

Hunde können ebenso wie wir Menschen an einem zu hohen Cholesterinspiegel leiden. Das liegt in der Regel an falscher Ernährung und zu wenig Bewegung. Eine ausgeprägte Adipositas bei einem Hund hat häufig einen viel zu hohen Cholesterinspiegel zur Folge. Häufig liegt dem ganzen eine zu fett- und kohlenhydratreiche Nahrung zugrunde und auch Medikamente können dazu führen, dass der Cholesterinspiegel im Blut ansteigt. 

Curcumin ist laut Untersuchungen dazu in der Lage, auf natürliche Weise einzugreifen und den Cholesterinspiegel zu senken.

Bei chronischen Entzündungen

Kurkuma ist reich an natürlichen Antioxidantien. Damit schützt es die Zellen vor den Angriffen freier Radikaler, welchen im Körper des Hundes notwendige Stoffwechselenzyme, die DNA und auch die Zellmembran schädigen können. Solche Schäden führen in der Folge häufig zu chronischen Entzündungen oder sogar zu Krebs. Curcumin hält die Konzentration der freien Radikale im Körper gering und kann damit die Entstehung von Entzündungen und Krebs mindern.

Wie kann ich meinem Hund Kurkuma verabreichen

Du hast verschiedene Möglichkeiten, deinem Hund Kurkuma zu verabreichen. Eines solltest du allerdings unbedingt vermeiden:

  • Nahrungsergänzungsmittel, welche Kurkuma enthalten und für Menschen gedacht sind, darfst du auf keinem Fall deinem Hund füttern.
  • Diese Produkte enthalten vielmals den Emulgator Polysorbat 80. Hierbei handelt es sich um einen Stoff, der bei einem Hund einen pseudoallergischen Schock auslösen kann – eine pathologische Reaktion des Körpers durch das Einwirken einer Noxe (Stoff oder Umstand – lat. Noxa = Schaden), die einer Allergie sehr ähnlich ist, aber nicht wie diese auf eine Antigen-Antikörper-Reaktion beruht.

Verabreiche deinem Hund also lieber Kurkuma auf die folgende Art und Weise:

Pulver

In einer Kurkuma Knolle sind nur 5% des begehrten Curcumin enthalten. Daher ist es wichtig, auf eine gute Bioverfügbarkeit bei der Fütterung zu achten. Diese wird mit der Zugabe von etwas Pflanzenöl und schwarzen Pfeffer (enthält den Wirkstoff Piperin) erreicht. Beides dient dazu, dass Curcumin besser vom Körper aufgenommen werden kann. Am besten wirkt ein konzentriertes Kurkuma Pulver.

Paste

Bei der sogenannten Goldenen Paste handelt es sich um ein uraltes Naturrezept aus der ayurvedischen Heillehre, welche die Bioverfügbarkeit von Curcumin erhöht und damit den Wirkstoff besser verwertbar und medizinisch wirksamer macht. Die wesentlichen Bestandteile der Paste sind Kokosöl, schwarzer Pfeffer und Kurkuma. Du kannst diese selbst herstellen oder auch fertig angemischt kaufen. Sie eignet sich ausgezeichnet, um sie deinen Hund unter das Futter zu mischen. Dafür ist eine Menge von zwei bis drei halben Teelöffeln am Tag ausreichend.

Kapseln

In der Regel enthalten auch die Kapseln hoch dosiertes Kurkuma. Du kannst diese ebenso einfach unter das Futter mischen. Wenn du dir ein entsprechendes Produkt für Hunde kaufen möchtest, achte auch hier darauf, dass in den Kapseln schwarzer Pfeffer bzw. der Wirkstoff Piperin enthalten ist.

Tropfen

Viele Hersteller bieten auch Kurkuma Konzentrate in Tropfenform für Hunde an. Hier gilt das Gleiche wie für die anderen Produkte. Wichtig ist immer die Verbindung mit Piperin für eine gute Bioverfügbarkeit.

Welche Menge ist die richtige für meinen Hund?

Wie bereits erwähnt, gibst du Kurkuma am besten unter das tägliche Futter deines Hundes. Welche Menge du deinem Hund verabreicht, kommt auf dessen Körpergröße, Gewicht und  Gesundheitszustandes an. 

Experten vertreten die Meinung, dass ein kranker Hund doppelt so viel Kurkuma bekommen sollte, wie ein gesunder Hund, bei dem es nur präventiv eingesetzt wird. Für gesunde Hunde werden täglich 100 mg pro 5 kg Körpergewicht empfohlen. Ist dein Hund bereits erkrankt, gib ihm täglich die doppelte Menge in das Futter. 

Zusätzlich solltest du bei der Fütterung auch immer auf die Mengenangaben der Hersteller achten. Und wenn du dir generell unsicher bist, spreche die Behandlung mit deinem Tierarzt ab.

Darauf solltest du auch unbedingt achten

Wenn du dich nach einem geeigneten Präparat für deinen Hund umschaust, achte vor allem auf die Bio-Qualität bei den Produkten. Sicher möchtest du deinen Hund nicht mit Schadstoffen wie Pestiziden oder Schwermetallen belasten. Bei Bio-Produkten bist du da auf der sicheren Seite. 

Schleiche dich bei der Behandlung mit einer kleinen Menge nach und nach über mehrere Tage ein, bis du die empfohlene Dosis erreichst, damit sich der Organismus deines Hundes langsam an den Wirkstoff gewöhnen kann

Ist dein Hund bereits krank, spreche auf alle Fälle vor der Behandlung mit deinem Tierarzt. Bekommt dein Hund schon Medikamente für die Verdauung, solltest du keinen schwarzen Pfeffer zusätzlich verabreichen, sodass du dann bei der Wahl der Kurkuma Produkte auf diesen verzichten musst. Denn durch den Pfeffer kann es zur Reizung der Magenschleimhaut und Deaktivierung bestimmter Leberenzyme kommen, was wiederum zur Folge hätte, dass unerwünschte Stoffe aus den Medikamenten aufgenommen werden, die dann Nebenwirkungen auslösen.

Das Fazit - Kurkuma als wertvolle Helfer für unsere Hunde

Kurkuma ist also nicht nur für uns Menschen eine wertvolle Hilfe in Bezug auf Schmerzen, Entzündungen und entzündlich bedingter chronische Krankheiten, sondern kann ebenso unseren Vierbeinern große Dienste im Umgang mit ihren Beschwerden leisten und unterstützt präventiv eingesetzt deren Gesundheit.

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