Kurkuma Anwendung

Kurkuma, eine Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse, wird aufgrund der intensiven Farbe ihrer Rhizome auch indischer Safran oder Gelbwurz genannt und ist als Gewürz weltweit bekannt 

Seit mehr als 5000 Jahren wird sie bereits in Südostasien, vornehmlich in Indien und auch in China als Heilpflanze genutzt und verehrt. 

In Europa ist sie noch nicht so lange bekannt und wurde vorerst nur als Gewürz genutzt, doch seit ca. 50 Jahren beschäftigt sich man auch hier mit dem therapeutischen Potenzial der Pflanze. 

Kurkuma Anwendungsgebiete

Die Rhizome der Kurkuma, oft auch als Wurzelstock bezeichnet, soll eine wahre Wunderwurzel sein und unter anderem Krebs vorbeugen und bei vielen anderen Beschwerden unterstützend eingesetzt werden können:

Kurkuma bei Krebs

Nicht umsonst empfehlen die deutsche, österreichische und amerikanische Gesellschaft für Onkologie Kurkuma zur Begleitung von Krebstherapien. So gut wie jede Krebsart scheint Kurkuma positiv beeinflussen zu können, indem es angeblich:

  • die Krebsentstehung aufgrund seiner antioxidativen Wirkung hemmen kann und eine Mutation von Zellen verhindern soll
  • die Entwicklung von Blutgefäßen in Tumorgeweben zu verhindern scheint
  • Gene aktiviert, die Krebszellen sich selbst zerstören lassen
  • für eine Durchlässigkeit der Krebs Zellmembran sorgen soll, sodass Chemo- und Strahlentherapie besser wirken
  • das Immunsystem aktiviert
  • die Entstehung und Ausbreitung von Metastasen hemmen soll

Kurkuma bei Alzheimer

Alzheimer wird immer mehr zu einer weit verbreiteten Zivilisationskrankheit. In den westlichen Ländern erkrankt mittlerweile jeder 12. im Alter von über 65 Jahren an Alzheimer. 

Da die klassischen Medikamente bei einer Alzheimer-Erkrankung weder eine gute Wirkung zeigen noch kostengünstig sind und mit allerlei Nebenwirkungen glänzen, wird schon lange nach alternativen Heilverfahren gesucht. In Indien, wo Kurkuma in fast jeder Gewürzmischung zu finden ist und täglich in der Küche Anwendung findet, gibt es fast keine Alzheimer-Erkrankungen. Ein Zufall? Wohl kaum!

Es wird davon ausgegangen, dass Kurkuma durch seine antioxidative Wirkung in der Lage ist, entzündliche Prozesse im Gehirn, die mit einer Alzheimer-Erkrankung in Verbindung stehen, zu reduzieren und somit die Gehirnleistung zu unterstützen.

Kurkuma bei Verdauungsbeschwerden

Die Wirkstoffe von Kurkuma stimulieren unter anderem die Produktion von Magen- und Gallensäften, regen so die Verdauung an und fördern besonders die Fettverdauung. 

Dafür sind vor allem die in Kurkuma enthaltenen Curcuminoide verantwortlich, die durch das Anregen bestimmter Zellen in der Magenschleimhaut und Bauspeicheldrüse für eine verstärkte Produktion notwendiger Verdauungsenzyme sorgen. 

Mit der regelmäßigen Einnahme von Kurkuma können so Blähungen, Völlegefühl und eine verlangsamte Verdauung positiv beeinflusst werden und für mehr Wohlbefinden sorgen.

Kurkuma beim Abnehmen

Kurkuma soll den Stoffwechsel anregen, was eine Voraussetzung für gewünschten Gesichtsverlust ist. Außerdem lassen zum Beispiel die Bitterstoffe im Kurkuma das Verlangen nach Süßem schwinden und fördern die Fettverdauung durch die Anregung der Gallensaftproduktion. 

Zudem wurde festgestellt, dass Curcumin die Blutversorgung von Fettzellen unterbindet und diese somit verhungern.

Kurkuma zur Senkung des Cholesterinspiegels

Immer wieder wird von Ärzten vor einem zu hohen Cholesterinspiegel gewarnt, welcher zum Beispiel Ursache für eine Arteriosklerose, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall sein kann. Forscher konnten nun feststellen, dass das in Kurkuma enthaltene Curcumin den Spiegel des LDL-Cholesterin (schlechte Cholesterin) senkt und den des HDL-Cholsterin (gute Cholesterin) anhebt. Dabei scheint Curcumin die antioxidativen und antiglykosidischen Eigenschaften des HDL-Cholesterin zu verstärken.

Kurkuma bei Arthritis

Mit seinen entzündungshemmenden Eigenschaften scheint Kurkuma wie geschaffen zu sein, für die Anwendung bei rheumatischen Erkrankungen, die immer mit Entzündungsprozessen im Körper einhergehen. 

Daher wird es auch bei der rheumatoiden Arthritis angewandt, wo es dazu beiträgt, die Entzündungen zu minimieren und somit die Schmerzen zu senken und eine bessere Beweglichkeit der Gelenke zu gewährleisten. Studien zeigen, dass Kurkuma eine gute Alternative bei der Behandlung darstellt, welche auch noch fast ohne Nebenwirkungen auskommt.

Kurkuma bei Diabetes

Kurkuma unterstützt Patienten mit einer gestörten Glukosetoleranz bei der Behandlung von Diabetes. Studien zeigen, dass Kurkuma dazu in der Lage ist, den Blutzucker der Betroffenen zu senken, sodass sich ein Diabetes mellitus Typ 2 nur verzögert oder gar nicht manifestieren kann. 

Kurkuma bei Arthrose

Arthrose ist mit die meistverbreitete Gelenkerkrankung in der westlichen Welt. Da es auch bei Arthrose Patienten immer wieder zu entzündliche Prozessen kommt, scheint Kurkuma auch hier seine positiven Eigenschaften wirken zu lassen, sodass Patienten bei dessen Anwendung eine signifikant verbesserte Beweglichkeit verbuchen konnten und ebenso unter weniger Schmerzen litten.

Von Forschern wurde bei Arthrose Patienten der gleichzeitige Einsatz von Ibuprofen Tropfen und Kurkuma verglichen, wobei beide tatsächlich gleich abschnitten. Nur litten die Patienten mit Ibuprofen unter Magenbeschwerden, eine bekannte Nebenwirkung des Wirkstoffs, wohingegen die Patienten mit Kurkuma keine Nebenwirkungen beobachten konnten.

Kurkuma bei Gallen- und Leberbeschwerden

Kurkuma wird nachgesagt, dass es in der Lage wäre, einer Leberzirrhose vorzubeugen. Auf alle Fälle beruhen viele Erkrankungen der Leber und der Galle auf einer herabgesetzten Produktion des Gallensaftes, welchen Curcumin ankurbelt. Es kann bestehende Krankheiten dadurch abschwächen und sorgt mit der Förderung der Fettverdauung für eine Entlastung der Organe. Die darüber hinaus krampflösenden Eigenschaften beruhigen die Muskelfasern des Magen-Darm-Trakts und sorgen für Entspannung in diesem Bereich.

Kurkuma bei Rheuma

Wie bereits erwähnt ist Kurkuma eine gute Möglichkeit Rheuma geplagte Patienten bei ihrer Therapie zu unterstützen. Forschungen zeigen, dass Curcumin in der Lage ist, das für die Entzündungen verantwortlich Gewebshormon Cyclooxygenase 2 zu hemmen und damit die Entzündungen zu vermindern. Das ist auch der Punkt, an dem klassische Rheuma Medikamente ansetzen. Zusätzlich bekämpft Kurkuma freie Radikale und schützt somit die Zellen vor Beschädigungen.

Kurkuma für eine schöne Haut, schöne Haare und gesunde Nägel

Die Inhaltsstoffe der Kurkuma Pflanze wirken nicht nur antibakteriell, sondern fördern auch die Durchblutung der Haut. Der hohe Gehalt an Antioxidantien schützt die Haut vor der Bildung von Falten und der vorzeitiger Alterung. 

Leiden Sie unter Schuppen, können Sie Kurkuma Pulver zusammen mit hochwertigem Pflanzenöl in die Haare einmassieren und als Kur anwenden. 

Zudem ist Kurkuma reich an Vitamin B, Biotin und Spurenelementen wie Zink und Kupfer – alles, was man für den gesunden Aufbau von Bindegewebe und Kollagen benötigt, weshalb Kurkuma als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährungsweise deutlich zu schönen Nägeln und gesunder Haut beitragen kann.

Kurkuma zur Entgiftung

Es ist bekannt, dass Zell- und Membrangifte zu Krankheiten führen können, wenn sie in zu hoher Konzentration in unserem Körper vorkommen. Forscher haben entdeckt, dass Curcumin entgiftende Eigenschaften besitzt und nervenschädliche Fluoride bekämpfen kann. Dies kann insofern in Zukunft von großer Bedeutung sein, da festgestellt wurde, dass die Fluoridierung von Trinkwasser und Zahnpasta über Jahrzehnte eventuell schwere toxische Schäden im Gehirn verursachen können.

Wofür Kurkuma noch eingesetzt wird

Kurkuma wird nicht nur als Gewürz, sondern auch in der Lebensmittelindustrie als natürlicher Farbstoff verwendet. 

In der ayurvedischen Medizin wird Kurkuma schon seit langem als entzündungshemmendes und die Verdauung regulierendes Mittel eingesetzt.

Wie ist die Anwendungsdauer bei Kurkuma?

Da der wertvolle Wirkstoff Curcumin sehr schnell vom Körper abgebaut wird, ist es ratsam Kurkuma in drei Portionen über den Tag verteilt einzunehmen und das immer am besten in Verbindung mit anderen Nahrungsmitteln.

ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) und der WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfehlen eine Tagesdosis von maximal 3 Gramm Kurkuma Pulver aus dem getrockneten Wurzelstock. Diese Regelung gilt nicht für die Behandlung bestimmter Krankheiten.

Daneben gibt es noch den NOLL (No observed effect level), welcher besagt, dass 250 – 320 mg Curcumin täglich keine gefährlichen Nebeneffekte auslösen würden. Aus diesem Wert hat die EFSA (European Food Safety Authority) einen duldbaren täglichen Verzehr von bis zu 2 Mg Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht täglich ermittelt. 

Experten raten, Kurkuma immer mit etwas schwarzem Pfeffer vermischt, erwärmt und mit etwas Fett wegen der besseren Bioverfügbarkeit zu sich zu nehmen. Dafür eignet sich zum Beispiel die sogenannte goldene Milch, welche eine Mischung aus Kurkuma, Mandelmilch (Fett), etwas schwarzem Pfeffer und Honig ist, die warm getrunken wird. 

Über welchen Zeitraum Kurkuma eingenommen werden soll, hängt ganz von den persönlichen Präferenzen ab. Es spricht jedoch nichts dagegen Kurkuma regelmäßig in der Küche zu verwenden und es so präventiv zu nutzen. 

Es sollte allerdings nicht bei Durchfall und Gallensteinen verwendet werden.

In welchen Formen wird Kurkuma wie angewendet?

Kurkuma kann als frische Wurzel verarbeitet werden. Außerdem kann man Kurkuma noch in vielen anderen Formen begegnen.

Frische Wurzel

Die frische Wurzel kann gerieben zusammen mit Speisen konsumiert werden. Dazu entfernt man nur einfach das Äußere der Rhizome und dosiert diese dann am besten mittels einer Reibe. 

Von dem frischen Kurkuma sollte nicht mehr als 1,5 – 3 Gramm pro Tag verzehrt werden.

Kurkuma Pulver

Dieses ist im Handel erhältlich, kann aber auch aus einer getrockneten Rhizome selbst hergestellt werden. Es kann in Pulverform wunderbar als Gewürz verwendet werden. Manche machen sich aber auch von dem Pulver etwas in ihren Milchkaffee, Chai Latte oder wie bereits erwähnt in die goldene Milch. Im Internet findet eigentlich jeder schnell ein geeignetes Kurkuma Rezept.

Auch bei der Anwendung von Kurkuma Pulver beträgt die empfohlene Einnahmemenge pro Tag 1 – 3 Gramm.

Kurkuma Kapseln

Kurkuma ist auch in Kapselform erhältlich und kann somit einfach eingenommen werden. Auch hier gibt es die Mischungen mit schwarzem Pfeffer wegen der Bioverfügbarkeit. Die Kapseln gelten allerdings nicht als für eine ausgewogene und gesunde Ernährung, sondern lediglich als Ergänzung.

Wie viele Kapseln pro Tag eingenommen werden sollten, richtet sich nach dem Inhalt von Kurkuma und den angegebenen Dosierungsempfehlungen der Hersteller.

Bei Kauf der Kapseln sollte man darauf achten, dass sich in diesen kein synthetisches Kurkuma befindet, sondern tatsächlich rein pflanzliches. Sicherheit bietet die Herstellung nach der C 14 Methode, die der Hersteller ausweisen sollte.

Kurkuma Tee

Der Tee wird vor allem für Verdauungsbeschwerden nach einem zu deftigen Mahl empfohlen. Am besten wird ein Schuss warme Milch dazu getan, das garantiert eine bessere Aufnahme des Curcumin. 

Liposomales Kurkuma

Hier wird Kurkuma in flüssiger Form angeboten. Dabei wurde das Curcumin in nanoskopisch kleine Liposomen verkapselt, was dieses sicher durch das Verdauungssystem geleitet und somit eine 98% Aufnahme garantiert. 

Das sollten Sie bei der Kurkuma Anwendung beachten

Die größte Herausforderung bei der Anwendung von Kurkuma ist die Bioverfügbarkeit des enthaltenen Curcumin. Damit ist gemeint, wie die enthaltenen Wirkstoffe der Pflanze unserem Körper zur Verfügung gestellt werden.

Die Bioverfügbarkeit von Curcumin

Forscher haben festgestellt, dass Curcuminoide von unserem Organismus schlecht resorbiert und zu schnell verstoffwechselt und (vornehmlich über den Darm) ausgeschieden werden. 

Wie bereits erwähnt gibt es dafür Tipps von Experten, um bei der Kurkuma Anwendung dieses Problem zu lösen.

  • Mischen mit schwarzem Pfeffer – das Piperin im schwarzen Peffer sorgt dafür, dass das Curcumin rasch von unserem Körper verstoffwechselt wird, damit es nicht ungenutzt wieder ausgeschieden wird.
  • Steigerung der maximalen Einnahme um ein vielfaches – das führt leider zu unangenehmen Begleiterscheinungen.
  • Vollspektrum Kurkuma Produkte – Hier wird das volle Spektrum an natürlichen Pflanzenstoffe mit einem speziellen Extraktionsverfahren von der Pflanze zur Verfügung gestellt. 

Verzehr immer zusammen mit Speisen, Fetten und in aufgewärmter Form – Curcumin ist schlecht wasserlöslich dafür aber fettlöslich und kann somit in Verbindung mit Fetten besser genutzt werden. Nutzen kann man dafür einfach immer ein paar Tropfen Öl, Reisdrinks, Hafer- und Mandelmilch, Nuss- oder Mandelmus und ähnliches. 

Nebenwirkungen von Kurkuma

Wie bei allen rein pflanzlichen Wirkstoffen reagiert jeder Körper anders auf diese. Auch die Menge des übertragenen Kurkuma ist unterschiedlich. 

Daher sind zu Beginn kleine Dosen täglich mehrmals verzehrt sinnvoll, um den Körper an die Kurkuma Wirkung zu gewöhnen.

Bei der präventiven Einnahme von kleinen Dosen sind selten irgendwelche Nebenwirkungen zu beobachten. Wird Kurkuma jedoch zur Therapie in hohen Dosen eingesetzt, kann es zu folgenden Erscheinungen kommen:

  • Sodbrennen
  • Durchfall
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Brechreiz
  • Übelkeit

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte in jedem Fall vor der Anwendung von Kurkuma mit seinem Arzt reden, denn es können eventuell Wechselwirkungen auftreten.

Studien zur Anwendung

In einer ausführlichen Zusammenfassung der Uni Freiburg zur Anwendung von Kurkuma bei unterschiedlichen Krankheiten sind viele positive Effekte der Pflanze nachgewiesen worden. Dennoch machen einige dort gefundene Aussagen auch nachdenklich, besonders in Bezug auf die Krebstherapie. 

Zu 100 % überzeugen die Studien nicht, mal abgesehen davon, dass oftmals von tierischen Versuchen oder Test in einer Petrischale im Labor als Beweise für eine Menge angeblicher Wirkungen von Kurkuma herangezogen werden. 

Fest steht trotzdem, dass in Indien, wo Kurkuma zur täglichen Ernährung dazu gehört, gewisse Krankheiten überdurchschnittlich wenig vertreten sind im Gegensatz zu anderen Ländern, wie zum Beispiel den USA, wo die Zahl der Erkrankungen an Lungen-, Dickdarm-, Brust- oder Prostatakrebs 700-fach höher ausfällt als in Indien. 

Leider weisen von den wenigen Studien, in denen Kurkuma an Menschen getestet wurde, einige Schwächen auf. Es fehlt oftmals an Kontrollgruppen, die mit Plazebos versorgt wurden oder die Anzahl der Teilnehmer ist dermaßen gering, dass nicht genau gesagt werden kann, dass die Ergebnisse auf die Wirkung von Kurkuma zurückzuführen sind. 

Das liegt wahrscheinlich mit an der geringen Bioverfügbarkeit von Kurkuma, wie oben bereits erwähnt. Dieses versucht man nun mit der Einbindung von Curcumin an Nanopartikeln, um diese dann besser verfügbar zu machen.

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