Ingwer Wirkung

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Wer sich gerne gesund ernährt und ein wenig auf die Kraft der alten und über Jahrtausende genutzten Heilpflanzen baut, der wird an Ingwer nicht vorbeikommen. Mit seinen vielen wertvollen Wirkstoffen wird die Ingwerknolle in der Traditionellen Chinesischen Medizin bei allerlei Beschwerden eingesetzt und rückt nun langsam aufgrund ihrer vielen positiven Effekte auch immer mehr in den Fokus der modernen Medizin.

Ingwer unterstützt in vielerlei Hinsicht unseren Körper: Die wertvolle Knolle hilft beim Abnehmen, kurbelt die Verdauung an, lindert Übelkeit, stärkt das Immunsystem ist eines der bewährtesten Hausmittel gegen fiese Erkältungen.

Wie genau wirkt Ingwer?

Die Wirkung von Ingwer liegt vor allem in seinen wertvollen Inhaltsstoffen wie Gingerol, ätherischem Öl aber auch vielen Vitaminen, wie Vitamin C,E und B und Mineralien wie Kalzium, Eisen und Magnesium begründet. Dadurch ist Ingwer vielseitig einsetzbar.

Ingwer Wirkung:

  • virustatisch (hemmt Viren)
  • intimetisch (gegen Erbrechen)
  • kreislaufanregend
  • durchblutungsfördernd
  • fördert die Verdauung
  • regt die Magensaft- und Gallensaftproduktion an
  • Stoffwechsel anregend 
  • krebshemmend
  • neuroprotektiv
  • schmerzlindernd

Entzündungshemmende Wirkung von Ingwer

Die Gingerole und Shogaole – die Scharfstoffe in Ingwer – wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Sie sind dafür verantwortlich, dass man die Ingwerknolle als Naturaspirin bezeichnet und die Knolle in der Lage ist, Kopfschmerzen und leichte Entzündungen wie ein Aspirin zu lindern.

Antioxidative Wirkung von Ingwer

Ingwer wirkt wie ein Antibiotikum durch die in ihm enthaltenen Gingerole, welche eine stärkere antioxidative Wirkung aufweisen als Vitamin B und in der frischen Knolle reichlich vorhanden sind. 

Als oxidativer Stress wird ein erhöhtes Aufkommen hochreaktiver Sauerstoffverbindungen (ROS) im Körper bezeichnet. Diese reagieren in unserem Organismus mit Strukturproteinen, Enzymen oder der DNA, wodurch es zu Schädigungen kommt. Dieses Geschehen beschleunigt den Alterungsprozess und die Entstehung von Entzündungen. Chronische Entzündungen führen häufig zu Erkrankungen wie Diabetes, Arteriosklerose und Krebs. Das Gingerol-6, welches man in Ingwer findet, arbeitet auf verschiedenen Ebenen erfolgreich gegen diese Prozesse.

Wirkung von Ingwer bei Gehirnerkrankungen

Aufgrund seiner antioxidativen Wirkungen schütz Ingwer unsere Zellen und kann damit präventiv zur Vorbeugung gegen Alzheimer und andere Gehirnerkrankungen, die mit Entzündungen einhergehen, eingesetzt werden. 

In vielen vorklinischen Studien konnte Ingwer bereits unter Beweise stellen, dass er einen Beitrag zur Vorbeugung und Bekämpfung von Alzheimer leisten kann. Bei der Alzheimer-Krankheit kommt es zur Bildung von sogenannten Plaques zwischen und zur Bildung von Fibrillen in den Nervenzellen. Das Resultat ist ein langsames Absterben der Nervenzellen im Gehirn. Ingwer war in Zellkulturen und Tierstudien in der Lage, diesen Vorgang zu reduzieren.

Um Alzheimer vorzubeugen, muss man nicht einmal irgendwelche Kapseln einnehmen.  Denn Ingwer lässt sich super in den Speiseplan integrieren und wer morgens schon den Tag mit einer Tasse Ingwertee beginnt, sich über den Tag mit leckerer Ingwer Limonade versorgt und abends zum Salat noch etwas geraspelten Ingwer als Gewürz benutzt, hat seine Tagesration bereits intus.

Wirkung bei Herzerkrankungen

Viele Herzerkrankungen sind assoziiert mit Übergewicht, Stress und damit verbundenen chronischen Entzündungsprozessen in unserem Körper. Diese führen zu gestörten Blutfettwerten, zu Bluthochdruck und einer Verkalkung der Gefäße, was nicht selten durch Gefäßverschlüsse einen Herzinfarkt und Schlaganfall auslöst.

Die Inhaltsstoffe von Ingwer haben die Eigenschaft, Blutfette zu senken, Entzündungen einzudämmen und besitzen sogar antithrombotische Wirkungen, sodass die Effekte von Ingwer auf unseren Organismus eine ausgezeichnete Prävention gegen Herzerkrankungen darstellen.

Zu hohe Werte an LDL-Cholesterin und Triglyceriden im Blut sind als eine der Hauptursachen für Herzerkrankungen, besonders für die koronare Herzkrankheit bekannt. In Bezug auf Ingwer haben iranische Forscher mehrere Studien ausgewertet und kamen zu folgendem Ergebnis: 

Schon 2 Gramm Ingwer täglich reichen aus, um die Blutfettwerte deutliche zu senken. Bei den schlechten Blutfetten handelt es sich um das LDL-Cholesterin und die Triglyceride. Beide Werte konnten unter der Gabe von Ingwer drastisch gesenkt werden und auch das Gesamtcholesterin reduzierte sich. Das gute Cholesterin blieb dabei unverändert auf einem guten Niveau. 

Wirkung bei Krebserkrankungen

Krebserkrankungen sind multifaktorielle Erkrankungen, in deren Verlauf zuvor gesunde Zellen unkontrolliert wachsen und sich vermehren. Am Ende wird dadurch sogar gesundes Gewebe verdrängt und geschädigt. Bei Krebserkrankungen spielen unterschiedliche Entzündungsprozesse als auch oxidativer Stress eine bedeutende Rolle. 

Die Gingerole in der Ingwerknolle wirken sowohl antioxidativ als auch entzündungshemmend und sind darüber hinaus in der Lage, verschieden Phasen der Tumorentwicklung zu beeinflussen. 

Und so ist man sich in der wissenschaftlichen Literatur weitestgehend einig, dass Ingwer eine therapeutisches Potenzial bei der Krebsbehandlung besitzt. Ingwer kann Krebs nicht heilen, aber sehr wohl dafür sorgen, dass sich die Krankheit nicht so schnell ausbreitet. 

Mit seinen antioxidativen Eigenschaften kann er sowohl direkt reaktive Sauerstoffspezies abfangen als auch körpereigene antioxidative Enzyme produzieren, wodurch er hilft, den oxidative-bedingten Zellmutationen vorzubeugen.

Die Scharfstoffe Gingerol und Shogaol des Ingwers beeinflussen verschiedene Phasen in den krebsfördernden Entzündungsreaktionen. Sie hemmen zum Beispiel ein bestimmtes Molekül (NF-kB), welches die Produktion entzündungsfördernder Enzyme und Mediatoren kontrolliert und die Überlebensfähigkeit von Krebszellen bestimmt. Des Weiteren hemmt Ingwer entzündungsfördernde Enzyme. Außerdem werden durch die Eindämmung chronischer Entzündungen mithilfe von Ingwer den Krebszellen jene Reize vorenthalten, die sie zum Wachstum animieren.

Schaut man sich die Ingwer Wirkung in Zellen von krebskranken Tieren an, zeigt sich deutlich, wie die spezifischen Inhaltsstoffe des Ingwers dem Krebs zu Leibe rücken. So konnte er nicht nur zur Eindämmung der entzündlichen Prozesse beitragen, sondern die Krebszellen auch dazu bewegen, einen zellulären Selbstmord – die sogenannte Apoptose – zu begehen. 

Dabei wurde die Apoptose in den Krebszellen dadurch verursacht, dass Ingwer in den Krebszellen oxidativen Stress auslöste, wohingegen er diesen schädlichen Vorgang in gesunden Zellen unterdrückt. Zudem konnte eine Unterbrechung der Zellteilung beobachtet werden und eine erhöhte Produktion bestimmter Moleküle, die krebsauslösende Mutationen reparieren. 

Selbst solche Enzyme, die es dem Krebs möglich machen, sich durch Gewebe zu „schneiden“, wurden unter dem Einfluss von Ingwer weniger produziert. Und last but not least konnte in Tierstudien beobachtet werden, wie die Zahl und Größe von Pankreastumoren abnahm. 

Warum wirkt Ingwer?

Ingwer ist reich an Vitaminen und Nährstoffen. Außerdem hat frischer Ingwer einen besonders hohen Gehalt an Kalium und Magnesium. Für den täglichen Bedarf liefert die Knolle eine ausreichende Menge an Vitamin C und allen acht B-Vitaminen, außer Vitamin B12. Er dient außerdem als Quelle von wichtigen Spurenelementen wie Zink, Kupfer und Mangan. 

Besonders wertvoll sind die in ihm enthaltenen Scharfstoffe – die Gingerole und Shogaole sowie die vorkommenden Flavonoide, denen Ingwer seine antioxidativen Effekte verdankt. 

Studien zu der Wirkung von Ingwer

In zahlreichen vorklinischen Studien an Zellkulturen und Tieren konnte gezeigt werden, dass Ingwer und seine Inhaltsstoffe in der Alzheimer-Therapie ein großes Behandlungspotenzial bieten. Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2018 hat die Daten zusammengefasst. 

Die Inhaltsstoffe 6-Gingerol und 6-Shogaol des Ingwers reduzierten in diesen Studien die neuronalen Entzündungen. Außerdem riefen sie eine Verbesserung der Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) hervor und trugen so zu einer gesteigerten Aktivierung antioxidativer Systeme bei. Nicht zuletzt wurde eine Hemmung von Enzymen beobachtet, welche die Bildung der bereits erwähnten Plaques zwischen den Nervenzellen im Gehirn hervorrufen.

Besonders vielversprechend waren dabei die Beobachtungen an Mäusen und Ratten. Hier wurde unter der Anwendung der Ingwerknolle eine Reduzierung von Entzündungen und oxidativem Stress beobachtet. Zusätzlich verringerte sich die Plaque-Konzentration und die neuronalen Schädigungen waren generell wesentlich geringer ausgeprägt. Besonders interessant war die Tatsache, dass die Tiere viel weniger Verhaltensstörungen aufwiesen und das Lernverhalten und die Gedächtnisleistung gesteigert wurden. Das führt zu dem Ergebnis, dass Ingwer bei Säugetieren das Fortschreiten von Alzheimer deutlich reduzieren kann. 

Leider fehlen immer noch ausreichende Untersuchungen an Menschen, um eine endgültige Aussage zu den therapeutischen Möglichkeiten von Ingwer machen zu können. Dennoch sind Wissenschaftler zuversichtlich, dass man Ingwer in naher Zukunft bei unterschiedlichen Krankheiten therapeutisch zur Anwendung bringen wird.

In einer Studie der deutschen Krebshilfe von 2013 wurde festgestellt, dass Ingwer Patienten mit den Problemen der Übelkeit besonders gut unterstützt, indem er die Serotonin Ausschüttung, welche mit für die Übelkeit verantwortlich ist, unterbindet. Auch eine Studie aus dem Jahr 2006 der Uni Münster konnte diesen Effekt bestätigen.

2015 konnten Forscher der Assiut Universität in Ägypten nachweisen, dass Ingwer die Durchfallerkrankung Giardiasis positiv beeinflusst. 200 Millionen Menschen sind jährlich von dieser meist harmlos verlaufenden aber dennoch lästigen und Darmschleimhaut schädigenden Durchfallerkrankung betroffen. Ingwer rief hier eine signifikante Verbesserung der Darmschleimhaut hervor und die Krankheit wurde aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkstoffe schnell überwunden.

In einer Studie aus dem Jahr 2015 an der Universität Teheran wurde entdeckt, dass Ingwer die Übelkeit bei Tuberkulose indizierten Magen-Darm-Nebenwirkungen sehr positiv beeinflussen kann. 

2014 bewiesen Wissenschaftler im Iran, dass Ingwer Muskelschmerzen deutlich verringert, die auf entzündlichen Prozessen beruhen. 

2015 konnte man in Indien in einer Studie mit Ratten feststellen, dass Ingwer bei den fettleibigen Tieren dazu in der Lage war, das Gewicht deutlich zu reduzieren. 

Ein weiteres Feld, auf dem die Wissenschaft bezüglich Ingwer forscht, ist die postoperative Situation vieler Patienten, die an Übelkeit und Erbrechen aufgrund der Unverträglichkeit von Narkosemitteln leiden. Neben zahlreichen anderen Studien wurde in der Naresuan Universität in Thailand die Wirkung von Ingwer in einer Metaanalyse unter die Lupe genommen. 

Dabei entdeckten die Forscher, dass Ingwer postoperative Übelkeit im Durchschnitt um 31 Prozent senkt. Das bedeutet in der Praxis eine Reduzierung der Beschwerden von schweren Symptomen hin zu moderaten und leichten. Und das ganze nahezu ohne Nebenwirkungen

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