Ingwer Anwendung

Ingwer ist bei uns das ganz Jahr über erhältlich und dient nicht nur als asiatisches Küchengewürz, sondern auch als Arznei. Die in ihm enthaltenen Wirkstoffe haben viele positive Effekte auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden und finden in vielerlei Bereichen Anwendung. Ingwer wird immer populärer, sodass im folgenden Artikel ausführlich darüber informiert wird, wie und wozu Ingwer verwendet werden kann. 

Das sind die Anwendungsgebiete von Ingwer

Ingwer besitzt einen unverwechselbaren Geschmack und eine unverkennbare Schärfe – alles Eigenschaften, die ihn als Gewürz in der Küche so beliebt machen. Doch die Knolle kann noch viel mehr. 

Ingwer wurde vom Herbal Medicinal Product Committee – dem Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel als „medizinisch allgemein anerkannt“ eingestuft und im Jahr 2018 sogar als Heilpflanze des Jahres ausgezeichnet. Daran ist zu erkennen, dass Ingwer als Heilpflanze immer mehr in den Fokus der westlichen Medizin rückt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Ingwer schon mehrere tausend Jahre verwendet.

Als eindeutig medizinisch gesichert gelten für Ingwer folgende Wirkungen:

  • Vorbeugung gegen Reisekrankheit mit Übelkeit und Erbrechen
  • Behandlung leichter krampfartiger Magen-Darm-Beschwerden

Darüber hinaus soll Ingwer auch bei vielerlei anderer Beschwerden hilfreich eingesetzt werden können. Und nur, weil es noch keine oder ausreichende Studien für alle Wirkungen gibt, heißt das nicht, dass diese Effekte nicht vorhanden sind.

In der TCM und den indischen Heilkünsten wird Ingwer seit langem verwendet und bei folgenden Beschwerden erfolgreich eingesetzt:

  • chronischer Husten
  • Fieber
  • Übelkeit während der Schwangerschaft
  • Migräne
  • Rheumatische Gelenkbeschwerden (Arthritis)
  • Arthrose
  • Verrenkungen
  • Krämpfe
  • Verdauungsbeschwerden wie Durchfall und Verstopfung
  • Infektionskrankheiten
  • Bluthochdruck
  • Demenzerkrankungen

Auch die medizinische Forschung untersucht Ingwer dahingehend. Viele Laboruntersuchungen und In-vitro-Studien zeigen bereits positive Ergebnisse.

Ingwer bei Übelkeit und Erbrechen

Übelkeit und Erbrechen können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Sei es nun die Reisekrankheit, während der Schwangerschaft oder ein Magen-Darm-Infekt – Ingwer kann hier wunderbar helfen. 

Die Ingwerknolle enthält viele wertvolle Pflanzenstoffe, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Das beseitigt die Darmgase und regt die Magenbewegung an, sodass dieser schneller entleert wird. Außerdem scheint Ingwer einen Einfluss auf bestimmte Serotonin Rezeptoren auszuüben, die mit für eine Übelkeit verantwortlich sind

Ingwer bei Reisekrankheit

Viele Menschen greifen bei einer Reisekrankheit bereits auf Ingwer zurück und auch Mediziner empfehlen die Anwendung von Ingwer Bonbons oder ähnlichem vor dem Antritt einer Reise. Forscher der Brigham Young University behaupten sogar, dass Ingwer sich effektiver erweisen würde als der üblicherweise angewandte Wirkstoff Dimenhydrinat, der zu Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit und Benommenheit führen kann. 

Von Experten wird empfohlen, bereits einen Tag vor Reiseantritt mit der Einnahme von Ingwer in Form von Pulver oder dem Kauen von frischen Ingwerscheiben zu beginnen. 

Ingwer wird bei postoperativer Übelkeit und Erbrechen eingesetzt

Nach einer erfolgten Operation leiden ca. 30 Prozent der Patienten an einer sogenannten postoperativen Übelkeit mit Erbrechen. An der University of Szeged haben Forscher 2018 daraufhin in 10 randomisierten Studien mit insgesamt 918 Probanden festgestellt, dass Ingwer dazu in der Lage ist, den Schweregrad dieser Beschwerden deutlich abzuschwächen. 

Ingwer bei Übelkeit und Erbrechen nach einer Chemotherapie

Zu den häufigsten und gefürchteten Begleiterscheinungen einer Chemotherapie gehören Übelkeit und Erbrechen. Die Meinungen der Forscher sind hier noch geteilt, da in einigen Studien gegenteilige Ergebnisse erzielt wurden und es unter der Anwendung von Ingwer mal zu einer Besserung der Beschwerden kam und manchmal auch nicht. 

2009 fanden US-Forscher heraus, dass Ingwerextrakt die Beschwerden der Betroffenen um 40 Prozent senken kann. Wie Ingwer dabei wirkt, war bislang nicht ganz klar. Doch nun lösten Wissenschaftler des Instituts für Humangenetik in Heidelberg das Rätsel:

„Die Ingwerwurzel enthält eine Reihe von hochwirksamen Inhaltsstoffen. Diese besetzen die Serotonin-Andockstellen auf den Nervenzellen. Die Folge: Das Serotonin kann nicht mehr binden. Das Brechzentrum wird nicht aktiviert und die Übelkeit bleibt aus.“ 

Auf diesem Prinzip beruht auch die Anwendung sogenannter klassischer Antiemetika, die ebenfalls bestimmte Andockstellen auf den Nervenzellen besetzen. Dazu die Experten aus Heidelberg:

„Die Inhaltsstoffe des Ingwers sind sozusagen das natürliche Pendant zu den Wirkstoffen der Antiemetika“.

In Heidelberg geht man davon aus, dass es nun weitere klinische Studien zum Einsatz von Ingwer in diesem Bereich geben wird. 

Ingwer bei Übelkeit und Erbrechen während einer Schwangerschaft

Viele Frauen leiden in der Schwangerschaft an Übelkeit und Erbrechen. Aufgrund etwaiger Nebenwirkungen möchten Frauen keine Medikamente anwenden und suchen daher nach natürlichen Heilmitteln. 

Auf diesem Gebiet gibt es bereits viele Studien, welche die lindernde Wirkung von Ingwer medizinisch bestätigen. Allerdings wird immer empfohlen, sich diesbezüglich mit seinem Arzt abzusprechen.

Ingwer für stillende Mütter

Für Mütter in der Stillzeit hat Ingwer gleich mehrere positive Effekte.

Zum einen kann er sich lindernd auf Blähungen auswirken, von denen auch Säuglinge häufig betroffen sind. Zum anderen unterstützt er das Immunsystem der jungen Mütter.

Und Ingwer regt nachweislich die Milchproduktion an. An der Mahidol University haben Forscher in einer randomisierten Doppelblindstudie nachgewiesen, dass die stillenden Mütter nach 2 Wochen der Ingwer Anwendung 50% mehr Milch und nach 4 Wochen Anwendung 100% mehr Milch zur Verfügung hatten. Dabei wurde weder der Nährstoffgehalt der Milch beeinflusst noch kam es zu Nebenwirkungen. 

Ingwer bei Schmerzen und Entzündungen

In der TCM wird Ingwer schon lange erfolgreich als Schmerzmittel eingesetzt. Besonders bei Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Schwellungen, Gelenkentzündungen und Rheuma kommt Ingwer hier zur Anwendung.

Daher findet Ingwer auch in der medizinischen Forschung in diesem Bereich immer mehr Beachtung. Inzwischen konnte in einigen Studien gezeigt werden, dass die Ingwerknolle tatsächlich entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften besitzt und sogar eine gute Alternative zu sogenannten nicht steroidalen entzündungshemmenden Medikamenten (Diclofenac, ASS) darstellt.  

Ingwer bei rheumatoider Arthritis

Die rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, ausgelöst durch eine falsche Reaktion unseres Immunsystems. In Deutschland ist etwa jeder 10. Erwachsene betroffen. 

Ingwer zeichnet sich hier vor allem durch seine entzündungshemmende Eigenschaften aus. Seine Wirkstoffe hemmen viele Bestandteile der Entzündungsreaktion wie die Enzyme COX2, iNOS und 5-LOX. Diese sind für die Bildung von Entzündungsmediatoren verantwortlich. Zusätzlich hemmt Ingwer laut Studien das zentrale Molekül NFkB, welches für die Produktion genannter Enzyme zuständig ist. Im direkten Vergleich konnte Ingwer die gleichen Effekte und Ergebnisse bei der Behandlung erzielen wie ein nichtsteroidales Antirheumatikum.

Ingwer bei Arthrose

Auch bei Arthrose kann die Ingwerknolle eingesetzt werden. Nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich angewendet, können auch Ingwer Umschläge bzw. Wickel zu Linderung der Gelenkbeschwerden beitragen. Die Einnahme von Ingwer bei Arthrose wird als wirksam bewertet und ist bereits in Studien nachgewiesen.

An der Universität Kopenhagen konnte 2014 im Rahmen einer Metaanalyse von Daten aus 5 randomisierten Studien mit 593 Probanden die Wirksamkeit und Sicherheit von oralen Ingwer Präparaten bestätigt werden.

Die Probanden wurden mit 500-1000 mg pro Tag über drei bis zwölf Wochen behandelt. Es zeigte sich eine deutliche Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit gegenüber den Placebo Gruppen.

Ingwer bei Multipler Sklerose

Bei der Multiplen Sklerose, kurz MS genannt, handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, für die es derzeit keine Heilung gibt. Dennoch gibt es Möglichkeiten, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

An der Kerman University of Medical Sciences im Iran kamen Forscher zu dem Ergebnis, dass die Inhaltsstoffe des Ingwers mit ihren immunmodulierenden, antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen ein großes Potenzial bei der Behandlung von MS Patienten haben.

Ingwer bei Migräne

Nach Studien und Forschungsergebnissen kann zusammenfassend gesagt werden, dass Ingwer als ergänzende Behandlung einer akuten Migräne einen wertvollen Beitrag leisten kann. 

Zusätzlich können Migränepatienten davon profitieren, dass die Inhaltsstoffe des Ingwers gut gegen Übelkeit wirken und damit auch den aufgewühlten Magen besänftigen, der Migräne Betroffenen nicht nur das Leben schwer macht, sondern auch die Behandlung deutlich erschwert. So könnte Ingwer als pflanzliches Heilmittel die Akutbehandlung zu Hause deutlich verbessern und als frühes Mittel bei den ersten Symptomen einer aufkommenden Migräne gute Dienste leisten. 

Das ist die Anwendungsdauer von Ingwer

Für die Anwendungsdauer von Ingwer gibt es keine Beschränkungen. Wenn man diesen gut verträgt, kann er unbedenklich regelmäßig präventiv eingenommen bzw. in der Küche als Gewürz, Beilage zu Speisen und Tee konsumiert werden.

Wird Ingwer über einen längeren Zeitraum oder in sehr hohen Dosen eingenommen, kann er unter Umständen die Blutgerinnung und den Blutdruck beeinflussen sowie den Blutzuckerspiegel senken. Darum sollten Diabetiker unter der Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten und Menschen mit Bluthochdruck vorsichtig sein. 

Vor geplanten Operationen sollte mit einem Arzt über das Absetzen der Ingwerpräparate gesprochen werden. 

Möchte man Ingwer zur Schmerzlinderung anwenden, ist eine Einnahme über einen längeren Zeitraum notwendig, da die Wirkung der Inhaltsstoffe meist erst nach einer längeren Anwendung eintritt. 

Zur Vorbeugung der Reisekrankheit oder anderen flauen Magengefühlen kann Ingwer bereits in Form von Kapseln oder Tee einen Tag und auch eine Stunde vorher eingenommen werden. 

In diesen Formen existiert Ingwer

Ingwer gibt es in unterschiedlichen Formen und dementsprechend findet man auch verschiedenen Einnahmeempfehlungen.

Getrockneter Ingwer

Getrockneten Ingwer kann man in Apotheken als Arznei in geschnittener Form oder als Pulver erhalten. Man kann ihn natürlich auch frisch kaufen und selbst trocknen und auch mahlen.

Für Erwachsene wird eine Tagesdosis von 1-2 Gramm des Pulvers empfohlen. Bei Entzündungen wäre eine Erhöhung auf 4 Gramm pro Tag sinnvoll, sollte aber mit einem Arzt oder Heilpraktiker abgesprochen werden.

Kinder mit einem Gewicht von 15 kg können mit einer Tagesdosis von 0,25 – 0,5 Gramm behandelt werden. 

Möchten Sie Ingwer Tee aus dem getrockneten Ingwer zubereiten, sollte er nicht zu grob geschnitten sein, damit sich die Wirkstoffe gut lösen können. Um eine noch bessere Wirkung mit dem Ingwertee zu erzielen, kann man die Ingwerstücke in einen Mörser geben und zerkleinern. Anschließend wird der Ingwer mit kochendem Wasser übergossen und mindesten 10 Minuten ziehen gelassen.

Darüber hinaus kann man aus getrockneten Ingwer auch ein Extrakt herstellen, wie es in der chinesischen Medizin genutzt wird. Dazu setzt man den Ingwer für 1 bis 2 Stunden mit kaltem Wasser und bringt diesen dann mit einem Deckel zugedeckt zum Kochen. Anschließend lässt man das ganz 5 bis 10 Minuten köcheln und gießt es, nachdem es abgekühlt ist, durch ein Sieb. Dieses Extrahieren bringt den Vorteil, dass die schwerlöslichen Inhaltsstoffe des Ingwers in die Flüssigkeit übergehen. 

Ingwerpulver

Ingwerpulver wird aus getrocknetem Ingwer durch Mahlen gewonnen. Man kann es als Pulver zum Würzen von Speisen  oder als Heilmittel verwenden. Um es einzunehmen, mischt man es am besten mit etwas warmen Wasser. 

Ingwertee kann ebenfalls aus dem Pulver zubereitet werden. Dazu gibt man das Pulver in ein feines Teesieb. Die Dosierung ist gleich der beim getrockneten Ingwer. Der Aufguss bietet den Vorteil, dass sich viele wertvolle Stoffe der Knolle so besser lösen und verstoffwechselt werden können. 

Der im Ingwer befindliche Stoff Zingeron entsteht erst durch das Trocknen oder Kochen der Ingwerwurzel. Er verleiht der Knolle eine etwas süßliche Note. Zingeron wirkt laut aktuellem Stand der Forschung   u. a. stark antientzündlich, stoffwechselregulierend, antidiabetisch und gegen Durchfall.

Frischer Ingwer

Frischer Ingwer kann vielseitig eingesetzt werden, wie zum Beispiel geraspelt in Salaten, oder auch in Getränken in erfrischendem Ingwerwasser oder Smoothies. 

Für Ingwertee aus frischem Ingwer schneidet man von der Knolle einfach ein paar feine Scheiben, kocht diese auf und lässt sie dann noch für 10 Minuten köcheln. Bezüglich der Dosierung ist es wichtig zu beachten, dass 10 Gramm der frischen Wurzel etwa 3 Gramm des Ingwerpulvers entsprechen. Für eine Tasse Tee braucht man etwas 1-2 Scheiben Ingwer.

Ingwer Extrakte

Die Extrakte des Ingwers findet man als Arznei und Nahrungsergänzungsmittel im Handel. In ihnen liegen die wertvollen Inhaltsstoffe des Ingwers in konzentrierter Form vor, was besonders bei Schmerztherapien von Vorteil sein kann. 

Auch für Menschen, die mit dem Geschmack der Knolle ein Problem haben, können auf die Extrakte zurückgreifen. 

Zur Dosierung hält man sich am besten immer an die Empfehlungen der Hersteller bzw. den Packungsbeilagen. 

Ätherisches Ingweröl

Das ätherische Öl des Ingwers findet man zum Beispiel in Reformhäusern. Es besitzt einen anregend-frischen, leicht zitronigen Duft. 

In Ingweröl sind Gingerol, Zingiberen, Zingiberol, Phellandren, Camphen, Cineol, Citral und Borneol enthalten sowie die Mineralien und Vitamine Kalium, Vitamin C, Phosphor und Riboflavin. Andere chemische Verbindungen sind in geringen Mengen im ätherischen Ingweröl nachweisbar, dazu zählen Aldehyde, Monoterpenalkohole, Ketone und Sesquiterpen-Alkohole.

Zur äußerlichen Anwendung verwendet man das Öl bei:

  • Muskelkater
  • Arthritis
  • Rheuma
  • Übelkeit
  • Migräne
  • Verdauungsproblemen
  • verschleimten Atemwegen
  • Erschöpfung
  • Antriebslosigkeit

in Form von Kompressen, Massageöl, Fußbädern, Badezusatz oder auch als Duftöl. Meist reichen 5-10 Tropfen in Badewasser oder einem Trägeröl beigemischt als Massageöl vollkommen aus, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Das gibt es bei der Anwendung zu beachten

Bei korrekter Dosierung ist im Grunde genommen nicht so viel bei der Anwendung von Ingwer zu beachten. Vergessen werden sollte nicht, dass Ingwer als natürlicher Stoff in jedem Organismus unterschiedliche Reaktionen hervorrufen kann. 

Grundsätzlich wird gesagt, dass Kinder unter zwei Jahren keinen Ingwer zu sich nehmen sollten. Schwangere Frauen und stillenden Mütter sollten die Anwendung von Ingwer vorher mit dem behandelnden Arzt besprechen. 

Wenn Sie frischen Ingwer verwenden möchten verarbeiten Sie diesen erst am Ende der Zubereitung. Lassen keinen geschnittenen Ingwer lange liegen, denn dann verliert dieser schon einen Teil der wertvollen Inhaltsstoffe. 

Wer mit Sodbrennen zu kämpfen hat, sollte eventuell auf Ingwer verzichten, da dieser die Produktion von Magensaft zusätzlich anregt. 

Vor einer OP sollte auf Ingwer aufgrund seiner blutverdünnenden Eigenschaften verzichtet werden. Das gilt auch bei regelmäßiger Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten. Wegen der blutverdünnenden Wirkung wird empfohlen, während der Periode Ingwer sehr vorsichtig zu verwenden oder ganz darauf zu verzichten.

Diese Studien zur Anwendung gibt es

Wie bereits erwähnt gibt es schon einige Studien zur Anwendung von Ingwer als Arznei. Im Folgenden finden Sie einige weitere zusammengefasst. 

In einer aktuellen Studie, die im „Journal of Herbal Medicine“ publiziert wurde, haben Wissenschaftler die Wirkung von Ingwer gegen freie Radikale und Entzündungen untersucht. Die aktuelle Studie belegt, dass Ingwer den Gesundheitszustand deutlich verbessert da er gegen Entzündungen und oxidativen Stress wirksam ist. Die Wissenschaftler der Studie weisen aber auch darauf hin, dass es weiterer Untersuchungen bedarf, um die Wirkung noch eindeutiger belegen zu können.

In einer klinischen Doppelblindstudie konnte nachgewiesen werden, dass bei 85 Probanden der LDL-Cholesterinspiegel (schlechte Cholesterin) mit Ingwer deutlich gesunken ist. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2017 fand heraus, dass sich Ingwer bei 45 Probanden positiv auf den Blutzucker- und Cholesterinspiegel auswirken konnte.

2001 konnte ein mit 250 Arthrose-Schmerz-Patienten durchgeführte Studie nachweisen, dass sich bei Drittel der Patienten eine deutliche Linderung der Schmerzen nach sechs Wochen Einnahme von zweimal täglich rohem Ingwer in erhitzter Form eingestellte.

Es gibt bereits mehrere Doppelblindstudien, die nachweisen, dass die Ingwerknolle dazu in der Lage ist, die Arthrose-Symptome drastisch zu reduzieren. Zusätzlich soll Ingwer einen Signalstoff unterdrücken, der für den Knorpelaufbau zuständig ist, behauptet der Sportwissenschaftler Dr. Wolfgang Feil. 

In einer Studie zu Menstruationsbeschwerden mit 150 Frauen wurde diese in drei Gruppen aufgeteilt mit jeweils mit 250 mg Ingwer Kapseln, Placebo oder Ibuprofen behandelt. Dabei wurde festgestellt, dass Ingwer genauso effektiv wirkte wie das angewandte Ibuprofen und die Frauen keine Unterschiede verspürten. 

Einige Studien konnten nachweisen, dass Ingwer das Wachstum von Bakterien verhindern kann, die Mund- und Zahngesundheit verbessern und gegen Parodontose helfen kann. 

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